
CHF 2’000 für ein Gutachten ausgeben, nur um zu erfahren, was das eigene Haus wert ist? Das machen immer weniger Eigentümer. Die Realität: Kostenlose Online-Bewertungen wie die von RealAdvisor liefern bei Standardimmobilien vergleichbare Ergebnisse – in etwa 3 Minuten statt 3 Wochen. Ich begleite seit Jahren Eigentümer bei Verkaufsentscheidungen und sehe, wie oft das Misstrauen gegenüber digitalen Tools unbegründet ist. Dieser Artikel zeigt, welche Lösungen tatsächlich zuverlässig sind.
Wichtige Information
Dieser Inhalt dient nur zu Informationszwecken und ersetzt keine professionelle Immobilienbewertung. Für verbindliche Bewertungen bei Verkauf, Finanzierung oder Erbschaft konsultieren Sie einen zertifizierten Schätzer oder Notar.
- Hedonische Online-Bewertungen decken 80-90% aller Standardimmobilien zuverlässig ab
- 70 Kriterien (20 Objekt + 50 Standort) fliessen in seriöse Algorithmen ein
- Professionelle Gutachten kosten CHF 500 bis 2’500 – online geht es kostenlos
- Für Liebhaberobjekte oder Luxusimmobilien bleibt der Experte vor Ort unverzichtbar
Warum klassische Gutachten nicht mehr die einzige Lösung sind
500-2’500 CHF
Kosten für professionelle Immobilienschätzungen in der Schweiz
Ein klassisches Verkehrswertgutachten mit 15 bis 30 Seiten – das war lange der Goldstandard. Laut einer Marktanalyse von GRYPS zahlen Eigentümer dafür zwischen CHF 500 und CHF 2’500, je nach Umfang und Anbieter. Für eine erste Orientierung bei einer möglichen Verkaufsentscheidung? Das ist vielen schlicht zu teuer.
Was ich in meiner Beratungspraxis immer wieder höre: «Ich will doch nur wissen, ob sich ein Verkauf lohnt.» Genau dieses Bedürfnis bedienen moderne Online-Tools heute deutlich besser als noch vor fünf Jahren. Die Datenbasis ist gewachsen. Die Algorithmen sind präziser.
Aus meiner Praxis: Familie Huber aus Winterthur
Ich habe letztes Jahr eine Familie beraten, die nach einer Erbschaft ihre 4,5-Zimmer-Wohnung in Winterthur verkaufen wollte. Das Problem: Drei verschiedene Online-Bewertungen ergaben Unterschiede von CHF 80’000. Die Verunsicherung war gross. Mein Rat: Erst die Online-Schätzung als Ausgangspunkt nutzen, dann eine kostenlose Vor-Ort-Bewertung anfordern. Diese Kombination brachte Klarheit – und einen realistischen Verkaufspreis.
Die hedonische Bewertungsmethode – ein statistisches Verfahren, das Schweizer Banken seit Jahren für Hypothekenvergaben nutzen – liegt vielen dieser Tools zugrunde. Gemäss Empfehlungen des Hauseigentümerverbands Schweiz hat sich diese Methode für Durchschnittsobjekte bewährt. Der Verband warnt jedoch: Bei Luxusobjekten ist Vorsicht angezeigt.

Ein häufiger Fehler, den ich sehe: Eigentümer vergleichen ihre Online-Schätzung mit den Inseratpreisen auf Immobilienportalen. Das ist falsch. Inseratpreise sind Wunschpreise. Die hedonische Methode hingegen basiert auf tatsächlich erzielten Verkaufspreisen – ein entscheidender Unterschied, der regelmässig zu Enttäuschungen führt.
RealAdvisor: Kostenlose Immobilienbewertung in 3 Minuten – so funktioniert es
Wer nach einer zuverlässigen und gleichzeitig kostenlosen Lösung sucht, stösst schnell auf eine Frage: Wie kann kostenlos gleichzeitig seriös sein? RealAdvisor beantwortet das mit Transparenz über die verwendete Methodik. Statt einer Blackbox zeigt die Plattform, welche Datenquellen und Modelle hinter der Bewertung stecken.
Der Ablauf ist in drei Schritte gegliedert:
So funktioniert die Bewertung bei RealAdvisor
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Beschreibung eingeben
Adresse, Anzahl Zimmer, Wohnfläche und Objekttyp (Wohnung, Haus, Villa) erfassen – dauert etwa 60 Sekunden.
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Analyse durch 3 Modelle
Das System vergleicht mit aktuellen Inseraten, abgeschlossenen Verkäufen aus dem Swiss Real Estate Datapool und einem internen Bewertungsmodell.
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Ergebnis erhalten
Sofort erscheint eine Marktwertschätzung. Ein detaillierter Bericht folgt per E-Mail.
Was RealAdvisor von vielen Konkurrenten unterscheidet: Nach der Online-Bewertung besteht die Möglichkeit, eine kostenlose Vor-Ort-Schätzung durch einen lokalen Experten zu erhalten. Das schliesst die Lücke zwischen digitalem Schnelltest und persönlicher Einschätzung – ohne zusätzliche Kosten.
Was RealAdvisor bietet
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Ergebnis in etwa 3 Minuten statt Wochen
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Komplett kostenlos – auch die Vor-Ort-Schätzung
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Quartalsweise Updates zur Wertentwicklung
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Detaillierter Bericht mit Marktanalyse per E-Mail
Wo die Grenzen liegen
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Kein Ersatz für Bankgutachten bei Hypothekaranträgen
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Liebhaberobjekte und Luxusimmobilien erfordern Expertenbesuch
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Besondere Merkmale (Denkmalschutz, Bauschäden) nicht abgebildet
Die Bewertung basiert auf 70 Kriterien, die sowohl die Immobilie selbst als auch deren Standort analysieren. Das Ergebnis: Eine marktnahe Schätzung, die für die meisten Verkaufsentscheidungen eine solide Grundlage bietet.
70 Kriterien und 3 Modelle: Was hinter einer seriösen Online-Bewertung steckt
Viele Eigentümer fragen mich: «Wie kann ein Algorithmus wissen, was mein Haus wert ist?» Die Antwort liegt in der Datenmenge und der Methodik. Basierend auf Raiffeisen-Analysemethoden fliessen rund 70 Kriterien in eine hedonische Bewertung ein – und das ist kein Zufall.
Die Aufteilung erklärt, warum Lage so entscheidend ist:
| Kategorie | Anzahl Kriterien | Beispiele |
|---|---|---|
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Objektkriterien |
20 | Wohnfläche, Zimmeranzahl, Baujahr, Zustand, Ausbaustandard |
|
Standortkriterien |
50 | ÖV-Anbindung, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten, Lärmbelastung, Aussicht |
Nach Angaben der Luzerner Kantonalbank lassen sich rund 80 bis 90 Prozent aller Kaufangebote im Eigenheimbereich mit dieser Methode zuverlässig einschätzen. Das ist eine beachtliche Trefferquote.

Die hedonische Methode kurz erklärt: Das Verfahren vergleicht Ihre Immobilie mit Tausenden von tatsächlich verkauften Objekten. Jedes Merkmal – von der Wohnfläche bis zur Distanz zum nächsten Bahnhof – erhält einen statistisch berechneten Preiswert. Die Summe dieser Werte ergibt den geschätzten Marktwert.
Was die Methode nicht kann: Besonderheiten erfassen, die nicht in Zahlen passen. Ein historischer Kachelofen, eine kürzlich renovierte Küche, ein versteckter Wasserschaden – solche Faktoren erkennt kein Algorithmus. Deshalb mein Rat: Nutzen Sie die Online-Bewertung als Ausgangspunkt, nicht als Endpunkt.
Die Preise variieren stark nach Region. Ein gut ausgebautes 5,5-Zimmer-Einfamilienhaus in Basel an bevorzugter Lage kostet rund CHF 1,8 Millionen, während ein identisches Haus an schlechterer Lage für CHF 1,3 Millionen zu haben ist. Die Lage macht den Unterschied – und genau das bilden die 50 Standortkriterien ab.
Ihre Fragen zur kostenlosen Immobilienbewertung in der Schweiz
In meiner Beratungspraxis höre ich immer wieder dieselben Bedenken. Hier die Antworten auf die häufigsten Fragen:
Wie genau ist eine kostenlose Online-Bewertung wirklich?
Bei Standardimmobilien – also typischen Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern – erreichen seriöse Tools eine Trefferquote von 80 bis 90 Prozent. Der geschätzte Wert liegt damit nahe am tatsächlich erzielbaren Verkaufspreis. Bei Liebhaberobjekten oder speziellen Lagen sinkt die Genauigkeit deutlich.
Werden meine Daten bei der Bewertung verkauft?
Seriöse Anbieter wie RealAdvisor nutzen Ihre Daten für die Bewertung und – falls gewünscht – für die Vermittlung an lokale Experten. Ein Verkauf an Dritte ist bei Plattformen mit transparenten Datenschutzrichtlinien nicht üblich. Prüfen Sie vor der Nutzung die Datenschutzerklärung.
Was ist der Unterschied zwischen Online-Schätzung und offiziellem Gutachten?
Eine Online-Schätzung liefert eine erste Orientierung zum Marktwert. Ein offizielles Gutachten (CHF 500 bis 2’500) ist ein rechtlich verwertbares Dokument, das bei Erbteilungen, Scheidungen oder Gerichtsverfahren akzeptiert wird. Für eine einfache Verkaufsentscheidung reicht die Online-Variante meist aus.
Kann ich die Bewertung für einen Bankkredit verwenden?
Nein. Banken erstellen für Hypothekaranträge eigene Bewertungen – in der Regel ebenfalls mit der hedonischen Methode, aber auf Basis ihrer internen Daten. Eine Online-Schätzung kann Ihnen jedoch helfen, die Finanzierungsmöglichkeiten vorab realistisch einzuschätzen.
Wie oft sollte ich meine Immobilie neu bewerten lassen?
Einmal pro Jahr ist ein guter Rhythmus – oder bei grösseren Marktveränderungen. RealAdvisor bietet quartalsweise Updates zur Wertentwicklung an. So bleiben Sie informiert, ohne aktiv werden zu müssen.
Der nächste Schritt für Sie
Eine kostenlose Online-Bewertung dauert drei Minuten. Sie kostet nichts. Sie gibt Ihnen eine erste Orientierung. Was Sie danach mit dieser Information machen – ob Verkauf, Abwarten oder Expertengespräch – liegt bei Ihnen.
Vor der Bewertung prüfen
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Grundriss und Wohnfläche in m² bereithalten
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Baujahr und letzte grössere Renovierung notieren
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Besonderheiten dokumentieren (Aussicht, Lärmbelastung, Zustand)
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Entscheidungsziel klären: Verkauf, Erbschaft oder reine Orientierung?
Fragen Sie sich vor der Bewertung: Welche Entscheidung will ich danach treffen? Diese Klarheit hilft, die Ergebnisse richtig einzuordnen – und zu wissen, ob eine ergänzende Vor-Ort-Schätzung sinnvoll ist.
Grenzen der Online-Bewertung:
- Online-Bewertungen ersetzen kein offizielles Gutachten für Banken oder Gerichte
- Besondere Immobilienmerkmale (Denkmalschutz, Bauschäden) werden nicht berücksichtigt
- Marktdaten können je nach Region unterschiedlich aktuell sein
Bei Unsicherheiten: Konsultieren Sie einen zertifizierten Immobilienschätzer oder Notar.